Abgeschlossene Projekte

Eifelvulkanismus während des Weichsel-Hochglazials

Bearbeiter:
Dipl. Thomas Lange

Beschreibung:
Die Eifel ist durch ihre Vielzahl an Maaren und Schlackenvulkanen eine morphologisch außergewöhnliche Region innerhalb Deutschlands. In diesem Projekt liegt der Fokus auf den spätquartären Eifelvulkanismus in der Region Gillenfeld und Strohn. Die Entstehung des Wartgesberg-Vulkankomplexes vor knapp34 ka und die Förderung zweier Lavaströme sorgten hier zur vollständigen Talabriegelung. Die daraus resultierende Bildung glazigener Archive und die Konservierung der damaligen Landoberfläche ermögliche heute einzigartige Einblicke in die Talentwicklung der Eifel während der letzten großen Eiszeit.

Abbildung 1: Blick in den nahezu vollständig abgebauten Wartgesberg-Vulkankomplex. Vor knapp 34 ka bildeten sich nahezu zeitgleich mehrere Eruptionszentren an der Ostflanke des Alfbachtals. Die geförderten Schlacken, Agglutinate und Laven türmten sich zu einer bis zu 80 m hohen Barriere auf und führten die vollständige Abriegelung des Tals herbei (Foto © T. Lange 2016).

Transaqua

Projekt Transaqua - Hydrogeochemischer und/oder mikrobieller Einfluss auf den Transfer von Radionukliden im Grund- und Tiefenwasser


Bearbeiter:

M. Sc. Katja Burow

Beschreibung:
Durch Gesteins-/Wasser-Interaktionen im Untergrund werden u.a. Radionuklide freigesetzt und gelangen von dort bis in das Trink- und Oberflächenwasser. Über die Rolle von Mikroorganismen bei diesen Freisetzungs- und Transportprozessen ist wenig bekannt. Dieses Teilprojekt des KVSF-Verbundprojektes TransAqua fokussiert auf das Verständnis der Freisetzung, des Transports und der Immobilisierung der Radionuklide im System Gestein/Wasser unter Betrachtung hydrogeochemischer und mikrobiologischer Prozesse. Nähere Informationen über das Projekt sind der TransAqua-Homepage zu entnehmen: https://transaqua.helmholtz-muenchen.de.

Betreuer:
Prof. Dr. Georg Büchel (Friedrich-Schiller-Universität, Jena)
Prof. Dr. Erika Kothe (Friedrich-Schiller-Universität, Jena)

Projektdauer:
06/2013 – 11/2017                           

Förderung:
BMBF, FKZ 02NUK030C

Grundwassermessstelle Werra-Kali-Gebiet
Kreuznacher Rhyolit
Schwarzschiefer und Präzipitate Morassina

Fluxes and mechanisms of heavy metal uptake by plants from contaminated soil with special emphasis on rare earth elements

Projektleiter:
Dr. Dirk Merten, PD Wolf von Tümpling

Geosphere, Hydrosphere and Biosphere are closely connected to each other and interact in manifold ways, which are not yet fully understood. The quality and quantity of soil and soil water has a strong influence on the growth of plants and biodiversity as well as on the ecological balance of a landscape. Pollutants can be bound and stabilized in the soil substrate for many years, however can also be released from soil under changing environmental conditions such as decreasing pH or changing redox potential.

Some plant species are known as bioindicators and can give a first impression about environmental conditions of a chosen habitat without former analysis. Several examples for the hyperaccumulation of one ore more elements in different plant species (e.g. fern species) are described in the literature. Other investigations have shown that some other species can accept high concentration of contaminants in the soil without accumulation. Excluder plants are used for phytostabilisation minimizing the emission into the surface- and groundwater and the particle bound transport via atmosphere. Accumulator plants can be used to extract metals from the contaminated soil. Phytoremediation can also be combined with the refinement of biomass into energy.

Laufzeit:
01.01.2010 bis 31.12.2012

Förderung:
Helmholtz Interdisciplinary Graduate School for Environmental Research

KOBIOGEO

Kontrolle biologischer Untersuchungen bei der Dekontamination heterogener, schwach radioaktiv kontaminierter Geosubstrate für die Strahlenschutzvorsorge (KOBIOGEO)


Projektleiter:
Prof. Dr. Georg Büchel, Dr. Dirk Merten

Beschreibung:
Schwach radioaktive, heterogene Geosubstrate können durch Phytoremediation biologisch dekontaminiert werden, so dass ein Beitrag zur Strahlenvorsorge geleistet wird. Durch Identifizierung der für die Phytoremediation relevanten Prozesse im Labormaßstab mit der innovativen Methode der Seltenen Erden Element (SEE)-Fraktionierung und der Übertragung auf natürliche Bedingungen wird eine Effizienzsteigerung gegenüber bisherigen, empirischen Ansätzen und Erfahrungen der Dekontamination schwach radioaktiver Geosubstrate erreicht. Es werden die natürlich vorkommenden Seltenen Erden Elemente und ihre Verteilung zur Prozesskontrolle und Optimierung bei der Aufnahme von Schwermetallen/Radionukliden aus geogenen Materialien in Pflanzenmaterial genutzt. Damit besteht die Möglichkeit, durch unterschiedliche Fraktionierungsmuster der SEE biologische und/oder physikalisch/chemische Prozesse zu identifizieren, welche bei der selektiven Aufnahme von Radionukliden und Schwermetallen auftreten. Somit kann auf wirksame Transportprozesse beim Transfer zurück geschlossen werden. Über die Identifizierung sowie Kontrolle hinaus lässt sich eine Optimierung der biologischen Dekontaminationsverfahren erreichen.

Laufzeit:
01.10.2004 bis 31.10.2008

Förderkennzeichen:
02S8294