Bioremediation

Die Boden- und Wasserverschmutzung durch Schwermetalle und Radionuklide (SM/R) ist in vielen Gebieten der Welt von großer Bedeutung, da sie die Gesundheit der lokalen Bevölkerung, die Verwendung natürlicher Ressourcen sowie das ökologische Gleichgewicht beeinflussen können. Weiterhin bilden moderat kontaminierte Flächen sowie unbewachsene Substrate und Halden erosive Angriffsflächen für Wind und Niederschlag und führen zu einer Verbreitung der Kontaminanten in die Umwelt.

Im Rahmen des Rückbaus kerntechnischer Anlagen werden, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Felduntersuchungen zu Bioremediationstrategien auf moderat SM/R-kontaminierten Substraten der Testflächen Gessenwiese und Kanigsberg, im ehemaligen Uranbergbaugebiet Ronneburg (Ostthüringen), durchgeführt.

Hierbei liegen die Schwerpunkte der Untersuchungen in der Umsetzung von Schwermetall-Landfarming zur nachhaltigen Landschaftsgestaltung und Gewinnung erneuerbarer Energien auf radionuklidbelasteten Flächen a) durch die Reduzierung der Bioverfügbarkeit der SM/R durch karbonatische Bodenzusätze (Rendzina) und mikrobiologischen Additiven (VA-Mykorrhiza Rhizophagus irregularis, Actinobakterie Strepromyces mirabilis P16-B1) sowie b) der Produktion erneuerbarer Energien mittels metalltoleranter Bäume in Kurzumtriebsplantagen. Dabei soll die Verwendung von schnellwachsenden Pflanzen (z.B. Birke, Weide, Erle) für positive Effekte hinsichtlich Biodiversität und Erosionsschutz sorgen.

Umsetzung von Schwermetall-Landfarming zur nachhaltigen Landschaftsgestaltung und Gewinnung erneuerbarer Energien auf radionuklidbelasteten Flächen (USER)

Projektleiter: Dr. Dirk Merten, Prof. Dr. Georg Büchel

Laufzeit: 01.12.2014 bis 30.11.2018

Förderkennzeichen: 15S9194

Abb.1: Testfeld - Kanigsberg; Bioremediationsstrategien mit Bäumen (Birke, Erle, Weide)